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Als Jesus am Kreuz hing, sagte er kurz vor seinem Tode: Es ist vollbracht!" (Johannes 19:30). Was meinte Jesus mit diesen Worten?

Als der Herr am Abend vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern im Obersaal war, betete er zu seinem himmlischen Vater: "Ich habe das Werk vollbracht, das du mir gegeben hast" (Johannes 17:49). Jesu Auftrag näherte sich seinem Ende, obwohl er noch Stunden der schwersten Prüfung und der bittersten Leiden vor sich hatte. Als er jedoch am Holz hing und im Begriff war zu sterben, da war sein Auftrag "vollbracht".

Der Schwerpunkt des Werkes, das der himmlische Vater seinem Sohn zur Hinausführung übergeben hatte, lag in dem Auftrag, für die Welt zu sterben. Er wurde "Fleisch", auf dass er sein Fleisch gebe für das Leben der Welt (Johannes 6:51).

Sterbend am Kreuz hatte der Herr diesen Auftrag erfüllt, und so konnte er sagen: "Es ist vollbracht!" Auch Jesu Werk ‑ das Evangelium des Königreiches zu verkündigen, die Apostel zu erwählen und sie auf ihren Dienst vorzubereiten ‑ war somit"vollbracht".

Der gewaltigste und wunderbarste Auftrag, der je gegeben wurde, fand seine Erfüllung auf Golgatha. Das verehrungswürdigste Leben, das je auf Erden gelebt wurde, ist als vollkommenes Opfer hingegeben worden. Die Erfüllung des Planes Gottes im Hinblick auf den Loskauf und die Versöhnung des Menschen mit Gott war deshalb am Kreuz "vollbracht". Auf diese Weise wurde der Leib Jesu gemäß Gottes Willen ein für allemal als Opfer dargebracht. Er ist für immer im Himmel in Gemeinschaft mit Gott verherrlicht, denn sein Opfer muss nicht wiederholt werden. Nachdem er dies vollbracht hatte, konnte er mit einem Aufbauwerk beginnen und Menschen wieder in enge Gemeinschaft mit Gott bringen und dafür sorgen, dass Gottes Wille zugunsten all derer geschieht, die seine Wiederkunft erwarten (Hebräer 7:25; 8:l; 9:28).

 
 

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